Riggen der Safari …

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Purer Gewalt eines Allgäuer Käsers ....

Ahoi, … das Riggen ist ja ein Thema für sich. Vorallem wer mehr als einen Mast hat, kann ein fröhlich Lied davon singen. Nachdem jetzt ganze 2,5 Wochen vergangen sind, hier die Kurzform:

Riggen der Safari …

Tag 1: Sehr frischer Wind aus West mit 7-9 BF: Alle Wanten und Stage und Wantenspanner anbringen: Unterwanten Großmast & Besan, Oberwanten Großmast & Besan, Mittelwanten Großmast & Besan, Diamantverstagung Großmast, Vorstag & Achterstag Besan, Vorstag und Backstagen Großmast, Genickstag ….

… 26 insgesamt

Zustand der Mannschaft: Durchgefroren mit klammen Fingern, aber guter Dinge

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Tag 2: Frischer Wind aus West mit 6-8 BF.: Die Antennen müssen noch montiert werden, die Maststufen höher (damit der Smutje auch übern Mast kucken kann). Leider waren die Helfeshelferlein auf Frühling eingestellt und vor lauter Kälte nicht Denkfähig, weshalb die Antennen einfach hirnlos angeschraubt wurden, mit Masse auf der Schale! Da machen wir eine 100% zweipolige Verkabelung, zermartern uns das Hirn, reißen uns für die Elektrik den Fuß raus damit wir möglichst von Galvanik und Elektrolyse verschont bleiben, und dann verpufft die ganze Anstrengung, nur weil es kalt ist ….

Masten stellen unter beschwerten Bedingungen. Zuviel Wind. Letztendlich stehen zwei Masten, ohne Genickstag, ohne Gabel ….

Zustand derMannschaft: Durchgefroren mit klammen Fingern, mit dickem Hals

 

Tag 3: Eisiger Wind aus Ost mit 3-4 BF: Dampf ablassen, Lösungen für die missglückte Antennenaktion von gestern suchen, Smutjie in Mast kurbeln, Masten mit Falle zusammenschnüren, Genickstag einhängen …

Da heißt Leben nicht Zuckerschlecken, sondern Blaue Flecken bekommen und Frostbeulen an den Oberschenkeln.

Zustand der Manschaft: Durchgefroren mit klammen Fingern, blauen Flecken und schlechten Nerven

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Genickstag spannen

 

Tag 4: Elektronik vom Mast verkabeln. Da nagelneu, viel Arbeit

Zustand der Mannschaft: Schlechte Nerven, weil das Werkzeug von vorne bis hinten verteilt ist, und alle eigendlich o Bock auf diese Arbeit haben.

 

Tag 5: Schönes Wetter, wenig Wind: Die Rigger der Werft montieren die Spreizgaffel. Einer sitzt im Bootsmannsstuh, die Gabel links und rechts fixiert, der zweite hebt den hinteren Teil der Gabel mit dem Fall und Michl kurbelt den Rigger in Mast …

 

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Einer muß kurbeln ….

 

Tag 6: Der MAstenbauer hat isolierte Hülsen angefertigt. Blöderweise haben wir im Mast – dank Tag 2 – ein 16mm Loch, brauchen aber jetzt ein 18mm Loch. Und wer schon mal nen Bohrer in der Hand hatte, weiß, daß 2mm aufbohren ein Supersch … ist. Vorallem in 16m Höhe!

Und es gibt in der ganzen Umgebung keinen 18er Bohrer. So verbringen wir unsere Zeit mit dem Abgrasen von Baumärkten …

Zustand der Mannschaft: Wir müssen an der Gelassenheit noch arbeiten …

 

Tag 7: Wir nehmen einen Kegel zum Bohren. Ist zwar nicht ganz einwandfrei, aber ansonsten sind wir noch eine Saison am Bodden in Barth

 

Großes Gerät in luftiger Höhe
Großes Gerät in luftiger Höhe

 

Zustand der Mannschaft: Bestens :-)))))

Ahoi, und schon sind die Masten gestellt. War ja einfach ….

Ulli & Michl

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