Mit offenen Papier-Seekarten spielen …

Mit offenen Papier-Seekarten spielen ...
Umfrage Papier-Seekarten – Eckpunkte – Ergebnis.

Wie werden denn Papier-Seekarten auf Eignerbooten genutzt? Liegen die nur herum? Wird noch nach Karten navigiert? Spielen Papier-Seekarten noch eine Rolle bei der Navigation, und in welchem Alter sind diese? Wie geht´s in der Realität zu, auf deutschsprachigen Booten?

Seekarten
Früher war mehr Papier-Navigation

 

Die Eckpunkte der Umfrage

Die Ausgangsposition war: Es sind aktuelle digitale Seekarten an Bord, und es gibt noch mindestens ein zweites elektronisches System. (Plotter, PC, Eierpad, Hand-GPS, ….). Unter diesen Voraussetzungen dann die FRagen zu den Papier-Karten.

Die Teilnehmer

Ich hab die Frage in mehreren Foren gestellt, wo teilweise sehr hitzig debattiert wurde. Dazu noch der Link auf  die Umfrage. Es nahmen 67 Peronen daran teil.  Ich habe 24 Meer-Segler direkt befragt (sorry, MoBo-Fahrer kenn ich keine). Dann kamen noch 19 Mails direkt an mich, die sich nicht an der Umfrage beteiligt haben, aber auch sagen wollten, wie´s zugeht auf ihrem Boot.

Sind 110 Antworten representativ?

Keine Ahnung! Aber das Ergebnis war bei allen Gruppen relativ gleich.

 

Mit offenen Papier-Seekarten spielen …

 

Das war ja zu erwarten ...
Das war ja zu erwarten …

Es gibt noch Bootfahrer, die vollständig auf Elektronik verzichten, und nur mit Papierkarten navigieren. Tendenziell eher die alten Hasen, die auch ihr großes Revier ganz gut kennen (aus den Mails und den Foren entnommen). Hier sind die Karten alle aktuell, vielleicht mal außnahmsweise mit einem etwas älteren Übersegler. Klingt vernünftig..

Die Nav-Elektronik an Bord haben, fahren auch danach. Jedoch werden für den Überblick und die Planung überwiegend Papierseekarten verwendet. Bei längeren Schlägen oder nachts wird die Position – zur Sicherheit als backup – auf der Karte notiert. Auch hier ist ein großer Teil der Karten aktuell. Wenn es nicht gerade das Wattenmeer ist, dann ist das Papier höchstens 3 Jahre alt. Ein Satz neuer Papierkarten scheint ein sehr beliebtes X-mas-Geschenk bei Bootfahrern zu sein.

Die Segler, die nur mit Elektronik und mit älteren Karten  unterwegs sind, sind vorallem Langzeitfahrer und Weltenbummler. Reisende, die durch jedes Gebiet nur einmal durchkommen. Dafür ist meist eine dreifach elektronische Absicherung an Bord. (Plotter, PC und Tablett). Der aktuelle Papier-Seekartenbesitz ist eindeutig eine Preisfrage.

Interesant finde ich die Tatsache, daß einige lieber gar keine Papierkarten an Bord haben, als veraltete. Aber vielleicht wurde die Frage auch nur so beantwortet, weil die Karten nicht zum navigieren, sondern nur als Planungskarte verwendet wird. Mit offenen Papier-Seekarten spielen …

 

Detailliertes Ergebnis der Papier-Seekarten-Umfrage

umfrage-diagramm-seekarten
Die Auswertung …

 

72 % navigieren elektronisch und nutzen zusätzlich aktuelle & ältere Papierkarten

14 % navigieren nur elektronisch, haben aber teilweise noch uralte (Älter als 10 Jahre) Papierseekarten in Gebrauch?

14 % navigieren klassisch mit ziemlich aktuellen Papierkarten

 

 

Wenn schon Erkenntnis gewonnen, dann will ich sie auch weitergeben. Allerdings spielen sehr viele Komponenten eine Rolle. Ob Mobo oder Segler, ob Tagesausflügler oder Langfahrtsegler, ob Genieser oder Sportler, ob technikbegeistert oder eher Elektronikverweigerer … denn

Fix ist nix!

Trotzdem gilt für Papier-Seekarten (Ausnahmen bestätigen die Regel):

– Seekarten gehören immer an Bord, (Sagt die Versicherung und mein Verstand)

– nie in die Schären ohne Papier

– nie ans Wattenmeer, ohne ganz aktuell

– für Planung und Überblick sind Papier-Karten mit großem Maßstab praktisch

– im Heimatrevier und mit Erfahrung gehts auch mal ohne Karte und Elektronik

– die Größe des Boots spielt keine Rolle

– sehr wohl aber der Zeit/Region Faktor (Langfahrt oder Urlaubsreise)

– es gibt auch noch einen Unterschied zwischen MoBo Fahrern und Seglern, aber da wäre eine andere Fragestellung nötig gewesen. Ist auch wurscht.

– Der Gebraucht-PapierKarten-Markt gibt nicht viel her. Aber regelmäßig bei eBay und in Foren schauen lohnt sich trotzdem für Langfahrer

– Papierseekarten sind nicht alles, Revierführer und Hafenhandbücher nicht vergessen

Wie immer die Zusammenfassung …

… fürs Logbuch:

lighthouse_Smut-Rosa

 Mit uralten Papierseekarten lassen sich
Wände & Regale tapezieren und Geschenke einpacken.

Außerhalb der Wassersportsaison diskutiert man gern in Foren!
Danke an alle, die mitgemacht haben,
denn jetzt wissen wir, was wir tun.

U-schrift-Michl

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