Eine revolutionäre Erfindung: der Kabelbinder …

Das neue Jahr ist schon ein paar Wochen alt, und die ersten guten Vorsätze sind schon über Bord gekippt. An sich nichts, auf was man nicht eh hätt verzichten können.  Der Vorsatz allein, war schon bescheuert. Es war auch gar kein richtiger Vorsatz, nur so eine Idee.

„Man könnt sich ja die Mühe machen, und die sichtbaren Torx, durch maritime Messing-Schlitzschrauben ersetzen.“ Der Schlitz in Fahrtrichtung, so will es die königl. Marine Vorschrift, oder was auch immer. „Eine revolutionäre Erfindung: der Kabelbinder …“ weiterlesen

Legastheniker- / Englischverbuxler-Drama beim Funkzeugnis SRC/LRC …

Legastheniker haben Probleme mit der Umsetzung der gesprochenen in geschriebene Sprache!

… Achtung: Der Text wurde am 10.2.15 korrigiert!

Pan Pan, Pan Pan, Pan Pan – klingt einfach, ist schnell zu analysieren und man schreibt, wie man spricht.   Pan Pan ist der Anfang einer Dringlichkeitsmeldung. Dringend = Urgency. Hat mit Ördschensi rein gar nichts zu tun. Kommt aber im Unterricht und in der Prüfung gefühlt alle 87 Sekunden dran. „Legastheniker- / Englischverbuxler-Drama beim Funkzeugnis SRC/LRC …“ weiterlesen

Wieviel Bord-Elektronik tut gut?

Elektronik an Bord: ein flexibles Thema

Als Elementar-Segler verzichtet man/frau ja gerne auf jegliche Elektronik. Punkt. Erstens hat man Segeln im Blut, zweitens hat Columbus auch keinen elektronischen Schnickschnack besessen, und drittens will die Gerätschaft niemand bedienen.  Wo bleibt da die Romantik, das Gefühl von Unabhängigkeit und „out of control“? Wir gehen segeln, weil wir eben nicht von Elektronik und Kommunikationsgeräten fremdbestimmt werden wollen.

So die Überzeugung, welche gern mal bunt und realitätsfern daherkommt.

Segeln in den Sonnenuntergang
Segeln ohne Elektronik

Sicherheit durch viel Bord-Elektronik?

Mit zunehmenden Alter denkt Mensch mehr an Sicherheit. Vorbei die Zeiten, wo man bei der Kieler Woche nach 2 Stunden Segelkampf immer noch keine Startlinie gefunden hat, weil Sturm und Sauwetter die Foxtrott-Bahn im Nirwana verschwinden ließ. Als nur noch große Containerschiffe den Weg der Jolle kreuzten, und sich die Frage nach der Weltumsegelung im 470er stellte. Jung sterben haben wir verpaßt, jetzt wollen wir alt werden.  Also Sicherheit.

 

Bootsmessen: der Ort, der Überredung

Die Messesaison beginnt, und die Verkäufer der Schiffselektronik üben sich schon im emotionalen Verkaufsgespräch.  Selbst beim Minimalisten und Zweifler wird mit dem Begriff „Sicherheit“  jede Gegenargumentation totgeschlagen.  Ist der Verkäufer dann noch vom Fach und gut über sein Produkt informiert, ist das Bedürfnis nach einem neuen? oder moderneren? oder größeren? elektronischen Hilfsmittel = Sicherheit geweckt.

Hobby-Elektroniker, die gerne immer das neueste Spielzeug besitzen wollen, sind in dem Fall fein raus, denn das neue Gerät kann unter dem Sicherheits-Aspekt der Ehefrau gut verkauft werden. Aber wir „Nicht-Haben-Woller“ stehen im Regen …

 

K I S S

– keep it small and simple –

scheint schwierig zu sein, der KUISS

Wo geht die Reise hin, wenn man als Bootbesitzer mehr Zeit damit verbringt seine Technik zu erlernen und Instrumente zu kapieren, als einfach hinaus zu segeln? Ein Studiengang „Boot und Elektronik“ scheint sinnvoll. 4 Semester Pflicht bevor man ein Boot erwerben darf.  NMEA und NMEA 2000, CAN, Wetterfax, Radar mit Laptop und USB, WLAN, Wellenlänge, GPS, Oktokoppler, Fernseher, Funk, … alles vernetzt und möglichst multikompatible. Und die Daten von Log, Lot, Wind und Strömung wollen auch elektronisch erfaßt werden.  Der Autopilot ist steuerbar mit iPad, nebenher wird der Blog in Echtzeit aktualisiert und am Laptop die Reise geplant.

Wenn die Technik Hand in Hand läuft und reibungslos funktioniert, ist die Datenwelt praktisch. Was aber, wenn unterschiedliche Komponenten-Hersteller und Elektronik-Generationen zusammentreffen? Wird dann nicht unverhältnismäßig viel freie Zeit mit Problemlösungen verplemmpert?

Und ist es nicht so gewollt, daß alles elektronische eine kurze Halbwertzeit besitzt? Und danach? Neu kaufen und wieder basteln? Menschen, die dies mit Leidenschaft tun und Technik interessant finden, will ich hier nicht ansprechen. Jeder pflegt ja neben dem Segeln meist noch ein weiteres Hobby wenn er mit dem Boot unterwegs ist: Wettkampf, Natur, Fotographieren, Lesen, Kochen, Angeln oder eben Technik … alles mehr oder weniger. *zwinker*

 

Welche Schiffs-Elektronik ist wirklich notwenig auf großer Fahrt?

Der Blick auf unseren Elektroplan läßt auch bei uns die Idee von „einfach“ und „minimal“ zur Farce werden. Es würde uns aber schon interessieren, wie es auf anderen Booten aussieht, die zu längerem „Leben darauf“ genutzt werden, und das Ziel auch abgelegene Regionen sein soll.

Was meint Ihr? Wir haben keine Ahnung, haben uns aber entschieden für …

  • UKW-Funk
  • GPS
  • kleinen Kartenplotter
  • AIS
  • Aktiven Radar-Reflektor
  • Wetterfax FMD 25 (ist wohl unkaputtbar)
  • Autopilot (den hatten wir schon am See)

Navigation am Laptop oder iPad scheint uns nicht sinnig, da der Stromverbrauch und die Ladezeiten zu hoch sind. Dabei haben wir es trotzdem, weil wir es eh haben.

  • Open CPN am Lappi
  • iPad mit vielen Apps
  • Velocitek
  • Handy

Wie ist Eure Meinung dazu?

Wieviel Bord-Elektronik tut gut?

Sind gespannt…

Ahoi ….. Ulli + Michl