Grosssegler in Marstal

Ahoi,

so ist es, wenn man als Oldtimer am Kai für Grosssegler liegen darf ….

Da liegen wir an der Hafenmole, weil das grandiose Pfingstwochenende viele Segler mal so schnell in die dänische Südsee gespült hat. Als nicht rückwärtsfahrender Langkieler dürfen wir trotz angemeldeter Grossseglerinvasion an die lange Pier liegen.

Und dann wird es Abend und innerhalb von 3 Stunden laufen elf dieser großen Traditionsschiffe mit ihren Chartergästen ein …

Grosssegler in Marstal

 

 

Ja, da kommt man sich doch recht klein vor, auch wenn wir auch fast ein Grosssegler sind. Immerhin können wir auch 11 Segel an Bord vorweisen.

AErö, Marstal & „Wir Ertrunkenen“

Ein gutes Buch und Fahrtensegeln gehören irgendwie zusammen. Eine großartige Symbiose entsteht aber erst dann, wenn die Thematik zusammenpaßt.

Für die dänische Südsee, für Marstal und für Grosssegler paßt kein Buch besser als „Wir Ertrunkenen“ von Carsten Jensen.  Mehr dazu bei Smutje Rosa.

 

Ulli & Michl

Gewitterstimmung in Hamburg am Hafen

Ahoi,

India-Oceam
hoch und trocken

der Elbtourismus zum stecken gebliebenen Megafrachtschiff „India Ocean“ fand ihren Höhepunkt mit dem Aufstellen von Würstchenbuden.  Solche bemerkenswerte Ausflugsziele findet man als Landei spannend, aber alles muß nicht sein, weshalb wir zwar den Dampfer gesehen, jedoch die Imbissbude negiert haben. Richtig beeindruckend war der große Pott nicht wirklich. Der hätte auch Ankern können. (Ich habe gehört, da sitzt schon wieder ein Stahlkoloss auf …)

Nachmittags im Hamburger Hafen

Was wirklich spannend war, war das Hamburger Winterwetter. Kaum den Trockenlieger gesehen, wechselt vorherrschend Grau in farbenprächtiges Wetter um …. „Gewitterstimmung in Hamburg am Hafen“ weiterlesen

Karlshamn – historische Hafenstadt mit Fett

Karlshamn Industrie am HafenNein, wir wollten hier nicht her. Aber was kommt, das kommt, und so kamen wir halt in diese Hafenstadt. Erfolgreich die Vergangenheit. Internationaler Handelshafen, Kaufleute aus aller Herren Länder. Fast eine Hanse Stadt. Geschäftig, aber nicht so reich.

Karlshamn – historische Hafenstadt

Die Industrie-Silouette schreckt erstmal ab, aber beim näherkommen sieht man, daß die stetig gewachsene Industrie noch herrlich alte, aufwendige Industriegebäude besitzt. Erfolgreiche Unternehmen damals … „Karlshamn – historische Hafenstadt mit Fett“ weiterlesen

Västervik – die Schärenstadt

Ende Juni wartet ganz Västervik auf den Sommer
Kein Sommer 2015

Willkommen im pulsierenden Sommerstädtchen Västervik. So preist der Prospekt. Leider ist bei uns erstmal Regen angesagt, und pulsierend sind höchstens die sieben Urlauber, die sich im Touristenbüro drängeln. Denn hier ist es warm, es gibt WLAN und üppige Informationen, wie in den Schwedischen Turistbyro´s üblich.

Der Hafen von Västervik

Wir liegen im ehemaligen Stadthafen, der nun „Pampas-Marina“ heißt und privatisiert wurde. Trotzdem kann man als Gast an den Außenstegen festmachen, auch wenn diese in leichte Schieflage gerutscht sind. Der Hafen ist zentral und die Sanitäranlagen einfach aber sauber. Kosten inkl Strom: 250SEK „Västervik – die Schärenstadt“ weiterlesen

Kalmar am Sund

Ahoi, über Kalmar braucht man alten Ostsee-Hasen nun wirklich nichts

Die Einfahrt nach Kalmar am Sund von Norden aus
Kalmar am Sund

erzählen. Jeder, der die Ostschwedischen Schären ansteuert macht Station in Kalmar am Sund.

Gegen Abend fährt eine Perlenkette an Yachten in den Hafen. Viel Deutsche, Dänen und Holländer. Dazwischen auch mal ein Boot aus Polen oder England.

Direkt am belebten Hafen, ein Coop, der von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr abends geöffnet hat. Eine schöne – wenn auch schnurgerade und quadratisch angeordnete Altstadt. „Kalmar am Sund“ weiterlesen

Barth – die Vinetastadt am Bodden / Ostsee

Vineta? Das Atlantis des Nordens!

Eine reiche, wohlhabende Stadt, die im frühen Mittelalter wegen Hochmut, Verschwendung und sittlichem Verfall schwuppsdiwupps weg war. Vom Meer verschluckt. Wie das sagenumwobende Atlantis. Gezieltes Sturmhochwasser, von den Göttern geschickt. … Eine Wasserfrau hat es vorhergesagt ….

Oder aber, nagte wie an vielen anderen Hochkulturen einfach der Zahn der Zeit. Aufschwung -Blüte – Sicherheit – Unaufmerksamkeit – Vergessenheit – Vergangenheit. (Mehr Infos über Vineta bei Wikipedia)

Je weniger der Mensch weiß, desto phantasievoller wird die Geschichte ausgeschmückt. Und so ranken sich viele Sagen, Geschichten, Bücher, Lieder um Vineta. Selbst Nils Holgerson und die TV-Serie „Küstenwache“ kam an der versunkenen Stadt Vineta vorbei. „Barth – die Vinetastadt am Bodden / Ostsee“ weiterlesen

Triest: Barcolana, Musik-Event und historisches Flair

 Wer von der Barcolana begeistert ist, der kommt um Triest kaum herum. Triest? Das ist nicht schön, dreckige und laute Hafenstadt – so unsere ersten Infos. Das mag für den schnellen Betrachter und Freund von kitschigen Italienmotiven zutreffen. Wer aber mit Zeit und offenen Augen reist, entdeckt das andere Triest. Das pulsierende, das authentische, das Triest mit den vielen Facetten …

Triest:
Barcolana, Musik-Event &
historisches Flair

…. in Triest steppt der Bär … „Triest: Barcolana, Musik-Event und historisches Flair“ weiterlesen

Dover, Castle & Cliffs, der Englische Kanal und Little Switzerland

Griaß di, Servus und MoinMoin,

das Engeland hat´s mir schon angetan. Und weil ich so begeistert bin, nehm ich Euch nochmals mit dahin. Diesmal für alle, die mit dem Auto oder Camper anreisen.

In das Land der Linksdriver. Ich hüpfte ja auch oft genug  im doppelten Rittberger zurück auf den Fußweg, weil die da alle verkehrt und mit Karacho ankommen. Wobei die Vorstellung von einem rostfreien Bulli 2 überfahren zu werden, zumindest ein kleiner Trost wäre.Bei nem Mini besteht immerhin die kleine Chance, dass ich drüberhüpf.

Bulli2
Alle noch existierenden Bulli 2 fahren in England …
Minitrefen-England
Typical die Minis, allerdings haben hier die meisten holländische Nummernschilder

Ich liebe Euch alte schnuggeligen Blechkisten! Und ich lade Dich jetzt zu einer Kopfkino-Fahrt ein. Sozusagen Roundabout im Hirn, das mach ich auch gern. Solange, bis ich ganz wirr bin. Nennt sich dann Wechseljahre. Aber das ist ein anderes Thema.

Starten wir die Reise …

Küste, Klippen, Royals, London, Rosamund Pilcher, so schee …Fliegen wir, segeln wir oder fahren wir? Wir fahren ausnahmsweise. Schnell mit der Fähre nach Dover, oder durch den Eurotunnel in Nachbarort, nach Folkestone …. und dann weiter.

Weiter?? Warum denn? Wir sind im Urlaub. Nur keine Eile – No it huddla, wie der Allgäuer gern zu sagen pflegt. Erscht mol luaga! nähmlich nach links. Wegen den Autos (s.o.) und wegen der Schweiz.

Wir schlagen zwischen dem Fähranleger in Dover und dem Eurotunnel in Folkestone unser Zelt auf oder das Auto ab. Oben auf den Withe Cliffs. Jawohl! Nix da weiter pressieren, sondern auf der Insel ankommen, paar Kilometerchen links und stopp …

… auf dem Campingplatz Little Switzerland

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Dover links (beim Blick aufs Meer), Frankreich gerade aus und unten Strand!

Dover---Little-Switzerland--Hafenblick
Blick von Little Switzerland auf den Hafen von Dover
Dover---Little-Switzerland
Kleine Gartenwirtschaft mit Bar auf den Klippen am englischen Kanal
Dover---Little-Switzerland-Abendstimmung
Abendstimmung über dem Englischen Kanal

Zwischen Dover und Folkestone

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Ich finde, man kann schlechter zur Ruhe kommen und den Urlaub beginnen oder beenden. Zur Fähre sind es 6 km, vom Eurotunnel sind es 8 km. Bei guter Sicht sieht man die Klippen von Calais in Frankreich. Viele Segelboote und Containerschiffe ziehen vorbei. Aber lange nicht so viele, wie ich mir n meinen schrecklichsten Träumen vorgestellt habe: Segeln im Englischen Kanal, da mußt Du schon Kapitän zur See sein, oder Marco Polo oder zumindest völlig Angstfrei.  Aber nichts dergleichen  Zwei Handvoll Containerschiffe höchstens bei über 40km Sicht. Schätz ich mal, denn an der Franzosenküste hätt ich beinahe dem Krabbenfischer seine Mütze erkennen können ….

Also die Aussicht ist der Hammer. Kann locker mit meinen Alpen mithalten. Ehrlich. Ein Fußweg führt steil hinunter an den Strand. Nicht so ein gepflegter künstlicher Sandhaufen, Nein ursprünglicher, Sand und große Steine und Schwemmholz. Und viel Beton, von damals, als Napoleon noch zügig durch Europa maschierte. Aber Englands Küste, da hatte der kleine Corse kein Auftritt. Da war Beton. Und Schwarzpulver.

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Folkestone-Uferbefestigung
Befestigungsanlagen unterhalb von Little Switzerland zwischen Dover und Folkestone
Blick-zu-den-Klippen-von-Dover
Strand unterhalb der Cliffs – Blick Richtung Dover

Dover an sich hat wohl schon bessere Zeiten erlebt. Ist irgendwie aus dem Ruder gelaufen, die Stadtentwicklung. Mehr will ich nicht sagen. Aber zwei, drei hübsche Häuschen in der Innenstadt und ein großer Supermarkt findet man schon. Warum ich aber finde, daß man dort ruhig auch mal verweilen kann, ist

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1. Dover Castle

William the Conqueror, wir begegneten ihm irgendwann in der 7 Klasse im Jahr tausendnochwas. Das war nicht der mit den vielen toten Frauen! Also der alte Willi fing mit dem Bauen dort oben über Dover an. Er wollte ja auch irgendwas erobern. Wahrscheinlich den Hügel . Und dann wuchs über die Jahrhunderte das Castle immer weiter immer weiter. Bis es eine der größten Burganlagen weltweit war. Wurde auch noch nie erobert. Außer von Willi.

Einen halben Tag Besichtigung mit Führung müßt Ihr unbedingt einplanen. Auch für Geschichtsmuffel ist die Burg phantastisch, weil kurzweilig, und man kann viel wandern, von Schloßgraben zu Zinne zum Rittersaal.

Dover Castle
Dover Castle

2. Der Hafen von Dover

Das zweite Highlight in Dover ist natürlich der Hafen und die Hafenanlage. Vorallem für Seefahrer und -innen sind die gigantischen Ausmaße des Hafenbeckens faszinierend. Gefühlt größer als der Alpsee und da gibt es immerhin 3 Segelvereine und viele Allgäutouristen, die auf dem See rumpaddeln. Aber der ist nix gegen das Doversche Hafenbecken.
Bei Blick Richtung Englischer Kanal ist links das große Areal der Fähren. Dann kommt freie Fläche zum Segeln, Kiten, Rudern und baden und auch ankern. Umramt von starken Befestigungsmauern. Ankern mitten im Hafen, wo geht bitte schön das denn noch? Und auf der rechten Seite schließlich ist der Sportboothafen und das Pier für Kreuzfahrtschiffe.
Morbide Militärflächen mit viel Beton zeugen noch von der großen Zeit, als die Marinestützpunkte Glanz und Gloria versprühten. Irgendwie bauen die an den leeren Betonflächen. Aber da die Engländer nichts von kommunikation mit Besuchern halten, kann man auch nicht auf BAutafeln lesen, was die da bauen.
Dover-Castle
Hafenbecken mit Ankermöglichkeit unterhalb Dover-Castle

Dover-Hafenbecken

Nicht nur Fährschiffe, sondern auch jede Menge Sportboote im Hafen von Dover

Dover-Leuchtturm
alter Lotsenturm am Sportboothafen von Dover

 3. Englischer Flair

Das Hafenflair geniesen läßt es sich am Besten im Cullins Yard am Sportboothafen. Eine urige, maritime Kneipe mit guter, solider Küche. Wie immer etwas teurer, als bei uns; what shell´s. So schlürften wir unseren Tee, weil wenn schon Britanien, dann aber richtig.

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Oldtimer
Herrlich alte Blechbüchse im Cullins Inn
HAfenkino im Cullins Inn
Hafenkino im Cullins Inn

Dover, Castle & Cliffs, der Englische Kanal und Little Switzerland

Und zur besseren Übersicht, hab ich Euch noch eine Touristentafel fotografiert.Damit Ihr Euch nicht verlauft, vor lauter Ah und Oh wie schön. Und wenn Ihr an Bord oder in einem Bed & Breakfast schlaft, dann spaziert ins  Cafe „Little Switzerland“ auf ein Tee. Allein der Aussicht wegen.

Cliffs zwischen Folkestone und Dover
Die Cliffs zwischen Dover und Folkestone

…. see you in England! Oder?

lighthouse_Smut-Rosa…. ein herrliches Land, wenn das Wetter passt :-) …
… und Wetter paßt immer ….

Ein Symphatisches Volk  ….
….nur kulinarisch ist noch Luft nach oben :-)

ulli-und-michl

Nebenbei bemerkt:

Wir hatten 23 Tage nur Sonne,

2 x hat es nachts geregnet,

und immer über 25 Grad ..            … geht doch!