Das zweite Leben des Smiley-Knautschballs

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Kuck nicht so böse, Du bist ein Smiley!!!

Ahoi, … die Kabel vom Mast erfordern einen Schwanenhals. Für nasssegelnde Schiffe empfiehlt sich hierbei eine Dichtung. Unsere nicht alltägliche aber wirkungsvolle Lösung: Anti-Stress-Knautschbälle (von Tchibo :-))

Das zweite Leben des Smiley-Knautschballs

Alle Kabel von Funk, aktivem Radarreflektor, Windmessgerät und sonstigem SchnickSchnack mit einem Schrumpfschlauch zusammenfassen, Loch durch das Gesicht des Knautschballs. Alles zusammen in den Schwanenhals ziehen. Dicht!

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Riggen der Safari …

Ahoi, … das Riggen ist ja ein Thema für sich. Vorallem wer mehr als einen Mast hat, kann ein fröhlich Lied davon singen. Nachdem jetzt ganze 2,5 Wochen vergangen sind, hier die Kurzform:

Riggen der Safari …

Tag 1: Sehr frischer Wind aus West mit 7-9 BF: Alle Wanten und Stage und Wantenspanner anbringen: Unterwanten Großmast & Besan, Oberwanten Großmast & Besan, Mittelwanten Großmast & Besan, Diamantverstagung Großmast, Vorstag & Achterstag Besan, Vorstag und Backstagen Großmast, Genickstag ….

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Wieviel Bord-Elektronik tut gut?

Elektronik an Bord: ein flexibles Thema

Als Elementar-Segler verzichtet man/frau ja gerne auf jegliche Elektronik. Punkt. Erstens hat man Segeln im Blut, zweitens hat Columbus auch keinen elektronischen Schnickschnack besessen, und drittens will die Gerätschaft niemand bedienen.  Wo bleibt da die Romantik, das Gefühl von Unabhängigkeit und „out of control“? Wir gehen segeln, weil wir eben nicht von Elektronik und Kommunikationsgeräten fremdbestimmt werden wollen.

So die Überzeugung, welche gern mal bunt und realitätsfern daherkommt.

Segeln in den Sonnenuntergang
Segeln ohne Elektronik

Sicherheit durch viel Bord-Elektronik?

Mit zunehmenden Alter denkt Mensch mehr an Sicherheit. Vorbei die Zeiten, wo man bei der Kieler Woche nach 2 Stunden Segelkampf immer noch keine Startlinie gefunden hat, weil Sturm und Sauwetter die Foxtrott-Bahn im Nirwana verschwinden ließ. Als nur noch große Containerschiffe den Weg der Jolle kreuzten, und sich die Frage nach der Weltumsegelung im 470er stellte. Jung sterben haben wir verpaßt, jetzt wollen wir alt werden.  Also Sicherheit.

 

Bootsmessen: der Ort, der Überredung

Die Messesaison beginnt, und die Verkäufer der Schiffselektronik üben sich schon im emotionalen Verkaufsgespräch.  Selbst beim Minimalisten und Zweifler wird mit dem Begriff „Sicherheit“  jede Gegenargumentation totgeschlagen.  Ist der Verkäufer dann noch vom Fach und gut über sein Produkt informiert, ist das Bedürfnis nach einem neuen? oder moderneren? oder größeren? elektronischen Hilfsmittel = Sicherheit geweckt.

Hobby-Elektroniker, die gerne immer das neueste Spielzeug besitzen wollen, sind in dem Fall fein raus, denn das neue Gerät kann unter dem Sicherheits-Aspekt der Ehefrau gut verkauft werden. Aber wir „Nicht-Haben-Woller“ stehen im Regen …

 

K I S S

– keep it small and simple –

scheint schwierig zu sein, der KUISS

Wo geht die Reise hin, wenn man als Bootbesitzer mehr Zeit damit verbringt seine Technik zu erlernen und Instrumente zu kapieren, als einfach hinaus zu segeln? Ein Studiengang „Boot und Elektronik“ scheint sinnvoll. 4 Semester Pflicht bevor man ein Boot erwerben darf.  NMEA und NMEA 2000, CAN, Wetterfax, Radar mit Laptop und USB, WLAN, Wellenlänge, GPS, Oktokoppler, Fernseher, Funk, … alles vernetzt und möglichst multikompatible. Und die Daten von Log, Lot, Wind und Strömung wollen auch elektronisch erfaßt werden.  Der Autopilot ist steuerbar mit iPad, nebenher wird der Blog in Echtzeit aktualisiert und am Laptop die Reise geplant.

Wenn die Technik Hand in Hand läuft und reibungslos funktioniert, ist die Datenwelt praktisch. Was aber, wenn unterschiedliche Komponenten-Hersteller und Elektronik-Generationen zusammentreffen? Wird dann nicht unverhältnismäßig viel freie Zeit mit Problemlösungen verplemmpert?

Und ist es nicht so gewollt, daß alles elektronische eine kurze Halbwertzeit besitzt? Und danach? Neu kaufen und wieder basteln? Menschen, die dies mit Leidenschaft tun und Technik interessant finden, will ich hier nicht ansprechen. Jeder pflegt ja neben dem Segeln meist noch ein weiteres Hobby wenn er mit dem Boot unterwegs ist: Wettkampf, Natur, Fotographieren, Lesen, Kochen, Angeln oder eben Technik … alles mehr oder weniger. *zwinker*

 

Welche Schiffs-Elektronik ist wirklich notwenig auf großer Fahrt?

Der Blick auf unseren Elektroplan läßt auch bei uns die Idee von „einfach“ und „minimal“ zur Farce werden. Es würde uns aber schon interessieren, wie es auf anderen Booten aussieht, die zu längerem „Leben darauf“ genutzt werden, und das Ziel auch abgelegene Regionen sein soll.

Was meint Ihr? Wir haben keine Ahnung, haben uns aber entschieden für …

  • UKW-Funk
  • GPS
  • kleinen Kartenplotter
  • AIS
  • Aktiven Radar-Reflektor
  • Wetterfax FMD 25 (ist wohl unkaputtbar)
  • Autopilot (den hatten wir schon am See)

Navigation am Laptop oder iPad scheint uns nicht sinnig, da der Stromverbrauch und die Ladezeiten zu hoch sind. Dabei haben wir es trotzdem, weil wir es eh haben.

  • Open CPN am Lappi
  • iPad mit vielen Apps
  • Velocitek
  • Handy

Wie ist Eure Meinung dazu?

Wieviel Bord-Elektronik tut gut?

Sind gespannt…

Ahoi ….. Ulli + Michl

Elektrolyse und Galvanik – der kleine Unterschied

Es nevt schon, wenn man nicht versteht, von was die Wissenden sprechen, wenn es um Elektrolyse und Galvanik geht.

Nach intensiver Beschäftigung mit diesem Thema, wird dann aber doch auch klar, dass nicht alle Wissenden wirklich wissend sind, sondern nur  Verkäufertypen, die so tun, als könnte sie kein Wässerchen trüben. Aber nicht alle, es gibt auch die Guten, das muß an dieser Stelle gesagt werden.

Elektrolyse und Galvanik

… der kleine Unterschied

 

Hier mal meine Erkenntnis in kurzen Worten zusammengefaßt:

 1. Korrosion durch Elektrolyse

Also 230 V an Bord muß geerdet sein. Damit bei einem Isolationsfehler, kein Strom auf den Stahlrumpf kommt und die liebende Bordfrau keinen tödlichen Schlag abbekommt. Logisch

230V an Bord hat man, wenn man z.B. Batterien mit Landstrom ladet.

Wenn 230 V geerdet (siehe Punkt 1) dann ist der Schiffsrumpf die Erde, die Schiffserde. Die Schiffserde ist über das Salzwasser (Elektrolyt) mit der Land-Erde verbunden. Durch diesen Potentialunterschied fließt Strom.

Wenn Strom fließt, bewegen sich Elektronen. Und zwar vom Schiff. Es löst sich auf. Je salziger das Wasser, desto schneller der Lochfraß. Korrosion durch Elektrolyse

Abhilfe: Die 230 V Erdung durch einen galvanischer Isolator oder einen Trenntrafo mit dem Rumpf verbinden. Opferanoden oder die süßen kleinen Zinkmäuse sind keine Lösung. Denn die sind hier schneller weggefressen als hingeschraubt!

Durch den fließenden Strom findet eine chemische Reaktion statt -> Elektrolyse

Merke: Bei der Elektrolyse trägt der Yachtbesitzer eine Mitschuld!

Elektrolyse
Erst durch Strom bewegt sich was (Werbung, gesehen in Holland)

 

2. Korrosion durch Galvanik

Im Wasser sind am Rumpf und in der Umgebung (Steg, NAchbarschiff) verschiedene Metalle. Eines edlerer Natur, eines eher unedel. Nun ist es chemisch gesehen einfach so, daß durch das leitende salzige Wasser das unedlere Metall Elektronen an das edlere abgibt.

Durch eine chemische Reaktion fließt Strom: unedleres Metall opfert sich -> Galvanik

Spannungsreihe von Metallen:

ganz edel – Kupfer – Blei – Zinn – Nickel – Eisen / Stahl – Zink  – Chrom – Aluminium – Magnesium – unedel

Zum Beispiel: eine großartige Aluyacht liegt neben einem Flugzeugträger. Der Sieger ist …. Richtig

Abhilfe: Die liebe Opfer-Maus und immer gut überlegen, ob kupferhaltige Antifoulings die richtig Lösung sind!

Merke: Bei der Galvanik ist auch Pech oder Zufall im Spiel, denn wäre der Flugzeugträger nicht da, dann wär alles gut.

Galvanik
Groß & Stahl frißt Klein & Aluminium und Edelstahlsteg frißt Stahlschiff-> Spannungsreihe

 

Galvanik und Antifouling

Wenn wir schon beim Antifouling sind, dann ist die Diplomarbeit über das Malen von Stahlschiffen vielleicht ganz interessant.

Merke: Malen ist halt nicht nur hinpinseln.

 

Na denn …. Ahoi …. Ulli + Michl